lernen und weiterentwicklung für alle

Sicherheit steht beim Segeln an oberster Stelle. Wer auf einer Segelyacht Wind und Wellen begegnet, braucht nicht nur Leidenschaft, sondern auch solides Wissen. Eine seriöse Ausbildung, fundiertes Know-how in Theorie und Praxis sowie umsichtiges Handeln an Bord sind die Grundlage für verantwortungsvolles Segeln. Denn nur wer vorbereitet ist, kann das Abenteuer wirklich genießen.

Gute Seemannschaft

Gute Seemannschaft umfasst alle Kenntnisse, Fähigkeiten und Verhaltensweisen, die nötig sind, um eine Segelyacht sicher, verantwortungsvoll und vorausschauend zu führen. Ich lebe und vermittle diese Prinzipien auf meinen privaten Törns. Sie verbinden das Segeln mit Erlebnis, Sport und aktiver Erholung. Es sind keine klassischen Ausbildungstörns – und doch lernt man viel, seglerisch und darüber hinaus.

Ich kenne nur eine Art zu segeln: nach den Grundsätzen guter Seemannschaft, kompromisslos in puncto Sicherheit. Deshalb werden alle Mitsegler umfassend in die relevanten Bereiche des Yachtführens auf See eingewiesen. Nicht aus Pflicht, sondern aus Überzeugung.

Meine Törns eignen sich deshalb auch gut für Hochseeschein-Anwärter, die ihre Meilen mit echtem Erfahrungsgewinn sammeln wollen – nicht nur fürs Papier. Denn der Segelschein allein macht noch keinen guten Segler.

Beim Bild geht es mir um die europäische Seglerbibel schlechthin (ohne Mittelmeer) den "Reeds Nautical Almanach" und nicht den Whisky. Whisky trinken gehört auch nicht zur Ausbildung und während des Segelns halten wir uns strikt an die 0.0 Promille Regel. Aber wieso nicht am Abend, bei einer gemütlichen Planungsrunde für den nächsten Tag... 

Lerninhalte

Die Liste der Bereiche in die man während eines Törn eingeführt wird, ist fast endlos. Hier nur einige Highlights die auf jedem Törn stattfinden:

  • MOB (Mensch über Bord) Training
  • Verhalten und Massnahmen bei Feuer, Wassereinbruch
  • Notfallalarmierung
  • Einführung und Anwendung von UKW Funk
  • Einführung medizinische Notfälle / Erste Hilfe Themen (mit speziellem Bezug aufs Segeln / Wasser allgemein)
  • Leinenhandling/-wurftechnik
  • Seglerknoten
  • richtige und sichere Bedienung von Winschen
  • Beidrehen Manöver
  • Hafenmanöver
  • Liegen vor Anker / an der Boje
  • Dinghy vorbereiten / fahren
  • Segel setzen / bergen / reffen
  • elektronische Navigation
  • analoge Karten Navigation
  • Kurse / Peilen
  • Planung
  • Wetterkunde / Wetterbeobachtung
  • Logbuch führen
  • Steuern auf allen Kursen
  • Segelmanöver: Halsen und Wenden
  • Bullenstander(Preventer)
  • Verpflegungsplanung
  • Kochen an Bord
  • Ressourcenmanagement (Lebensmittel, Treibstoff, Wasser, Strom, Human resources)
  • Flaggenkunde
  • Seezeichen
  • Lichterführung
  • IMO Kollisionsverhütungsregeln (COLREGS)
  • Nachtsegeln im Wachsystem (wenn die Route das ergibt)
  • Abarbeiten von Checklisten
  • Dieselmotoren
  • Yacht vorbereiten aufs Auslaufen
  • Kommunikation mit Häfen und anderen Schiffen
  • Ausklarieren / Einklarieren
  • Übernahme und Abgabe der Charteryacht
  • etc. etc.
Wir organisieren uns in "Rollen" in welchen wir uns täglich oder auch untertags abwechseln:

  • Skipper (wechselt nicht)
  • Day Skipper (übernimmt für einen Tag die typischen Skipperaufgaben)
  • Navigator / Funker
  • Lookout
  • Deckhand
  • Steuermann


Die Regeln des internationale Abkommens SOLAS - Safety of Life at Sea besagen das jede Passage bei der sich ein Schiff aufs Meer begibt geplant sein muss (berth to berth).  Wir verwenden dazu das Vorgehen der Royal Yachting Association - RYA.

Untersuchung / Bewertung (Appraisal)
Sammle alle relevanten Informationen über das Revier, Wetter, Gezeiten, mögliche Gefahren und Alternativen. Nutze Seekarten, Törnführer und aktuelle Hinweise für die Navigation.

Planung (Planning)
Dazu gehört Pilotage (Navigation bei Einfahrt und Ausfahrt von Häfen, Schifffahrtsstrassen, Buchten) und Passageplanning (die Strecke auf dem offenen Meer). Erstellen einer detaillierten Route unter Berücksichtigung von Wetterbedingungen, Sicherheitsaspekten, Zeitplanung, Crewfähigkeiten und Ausweichmöglichkeiten. Planen auch für den Fall von Änderungen oder Notfällen.

Umsetzung (Execution)
Führe den Törn gemäss der Planung durch, achte auf die Einhaltung der Route und überprüfe regelmässig Position, Wetter, Schiffsverkehr und Crewzustand.

Abgleich mit der Realität (Monitoring)
Kontrolliere fortlaufend, ob die tatsächlichen Bedingungen mit der Planung übereinstimmen. Passe die Route bei Bedarf an und halte die Crew informiert.

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